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Evaluation Wintersemester 2008/09: Familien-Lernhilfe-Projekt Telfs

Ausgangslage und Problemstellung:

Eine türkischsprachige Familie kontaktierte die Projektleiterin am 18. September 2008, dass sie dringend Hilfe für ihr jüngstes Kind benötige. Es war soeben in die erste Klasse einer Telfer Volksschule gekommen (Nach einem Vorschuljahr und mehreren Kindergartenjahren) und es gäbe Probleme. Am selben Tag wurde das BILILA-Familien-Lernhilfe-Projekt Telfs gestartet, da die Wiederaufnahme dieses bereits in früheren Pilotprojekten erprobten Konzeptes ohnehin vorgesehen war. Nach dem Beginn der Familien-Besuche bei dem kleinen ABC-Schützen (zweimal wöchentlich) meldeten sich bis zum Feber 2009 insgesamt neun Telfer Familien bei der Projektleiterin. Vorerst sollte die Situation einige Wochen hindurch bei einem Selbstbehalt von 5 Euro pro Besuch und betreutem Kind erhoben, der genaue Förderbedarf der Kinder ermittelt und eine Kalkulationsgrundlage für einen späteren Förderantrag erarbeitet werden.

Erkenntnisse:

Die acht ein bis zweimal pro Woche besuchten Familien hatten 11 Kinder, mit denen gelernt wurde (VS und HS). Insgesamt hatten die Familien 23 teilweise auch schon erwachsene Kinder und es wurden so mit den Erwachsenen insgesamt 41 Personen erreicht. Davon hatten zwei Personen bisher keinen Kontakt zur Projektleitern. In der Regel waren es Kleinfamilien mit bis zu drei Kindern. Eine Familie war eine um eine Schwiegertochter erweiterte Kleinfamilie mit fünf Kindern, von denen eine verheiratete Tochter mit Kind in der Nachbarschaft wohnent. Auch die drei Mitglieder dieser jungen Kleinfamilie waren zum Teil mehrmals in Kontakt. Der Selbstbehalt von 5 Euro pro Besuch und Lernkind wurde ab Oktober eingehoben. Ursprünglich wurde als Kompensation für den geringen Selbstbehalt die Mitarbeit der Mütter bei der Bibliotheksarbeit angedacht. Doch mit dem rasanten Ansteigen der Familienzahl, wurde davon Abstand genommen und beschlossen, für das zweite Sommersemester eine Projektförderung zu beantragen. Insgesamt haben drei Frauen einige Male mitgeholfen, Bücher zu nähen und einzubinden. Von 18. Sept. 2008 bis 6. Februar 2009 wurde in den acht Familien 145,25 Stunden verbracht: Mit Lern- und Hausaufgabenhilfe, Lese- und Sprechanimation und Elterngesprächen. Seit 16. Dezember steht der Projektleiterin ein Firmenauto zur Verfügung. (Siehe Tabelle)

Familien-Lernhilfe-Projekt Telfs

Woche

Fam 1

Fam 2

Fam 3

Fam 4

Fam 5

Fam 6

Fam 7

Fam 8

Auto/h

1

38

1,5

 

 

 

 

 

 

 

 

2

39

3,75

 

 

 

 

 

 

 

 

3

40

2,25

 

 

 

 

 

 

 

 

4

41

2,5

 

 

 

 

 

 

 

 

5

42

2

 

 

 

 

 

 

 

 

6

43

1,75

1

 

 

 

 

 

 

 

7

44

1,75

1,75

 

 

 

 

 

 

 

8

45

3,5

1

 

 

 

 

 

 

 

9

46

3,5

1

 

 

 

 

 

 

 

10

47

1,5

0,75

3,25

 

 

 

 

 

 

11

48

3

0,75

1,5

1,5

 

 

 

 

 

12

49

1

1

2,25

1,75

0,25

 

 

 

 

13

50

2,25

1,25

1,75

1,5

5,25

2,25

 

 

2

14

51

2

1

0,25

1,75

3,5

1,5

4

 

2

15

2

1

 

2,5

1,5

1,5

1,75

1,75

 

2,5

16

3

1

1

1,75

1,5

3,25

1,75

4,75

 

2,5

17

4

2

0,75

2,75

1,5

2,75

2

5,25

1

2,5

18

5

2,25

1

1

2

2,5

3,5

1,75

2

2,5

19

6

3,25

1

 

2

 

2

4

 

2,5

Summe

41,75

13,25

17

15

19

14,75

21,5

3

16,5

 

Familie

Besuchskinder

Kinder insg.

Eltern

Pers.

1

1

5

2

7

2

1

1

2

3

3

2

3

2

5

4

2

3

2

5

5

1

3

2

5

6

2

3

2

5

7

1

2

2

4

8

1

3

2

5

Summe

11

23

16

39

  Tab. links: In den acht besuchten Haushalten leben 39 Personen. Mit 11 Besuchskindern wurde gelernt. In einer Familie wurde nur einmal unentgeltlich gelernt. Diese und zwei weitere Familien schieden in der letzten Semesterwoche aus dem Projekt aus, da sie eigentlich klassische Nachhilfe nachfragten und nicht Familien-Lernhilfe. Stattdessen meldete sich noch vor Semesterende eine weiter Familie mit zwei Volksschülern für das Sommersemester 2009  an. Somit kann das zweite Semester mit sechs Familien am 17. Februar starten.